Die bayerische Staatsregierung lässt die Holzbauförderung auslaufen. Mia Goller kritisiert den Förderstopp als Rückschlag für klimafreundliches Bauen, regionale Betriebe und den ländlichen Raum.
MdL Mia Goller fordert Weiterführung der Holzbauförderung in Bayern

Fotocredits: Büro Goller
Die bayerische Staatsregierung lässt die
Holzbauförderung auslaufen – still und ohne Verlängerungsperspektive.
Neue Anträge können bereits jetzt nicht mehr gestellt werden, zum 31.
Dezember 2026 ist endgültig Schluss. Für die Landtagsabgeordnete Mia
Goller, Sprecherin für Landwirtschaft und Wald der Grünen, ist das ein
fatales Signal.
„Während überall von Bauwende und Klimaschutz geredet wir im Landtag,
zieht die Staatsregierung hier klammheimlich den Stecker“, erklärt Goller.
Wer ernsthaft bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum schaffen
wolle, dürfe ein bewährtes Förderinstrument nicht einfach beerdigen. Holz
binde CO₂, reduziere Emissionen im Bau und stärke regionale
Wertschöpfungsketten. „Es ist doch nur logisch, das Holz aus Bayerns
Wäldern auch hier zu verbauen – statt immer neue Sonntagsreden über
Nachhaltigkeit zu halten“, so die Landtagsabgeordnete.
Gerade für ländliche Regionen bedeutet das einen spürbaren Einschnitt. „In
Regionen, in denen der Holzbau traditionell verankert ist und zahlreiche
kleine und mittlere Holzbaubetriebe arbeiten, ist das ein echter
Rückschlag“, so Goller. Gerade diese Betriebe bräuchten, ebenso wie
bauwillige Bürgerinnen und Bürger, klare Planungssicherheit und
verlässliche Rahmenbedingungen, “ keine politischen Überraschungen aus
München“, stellt Mia Goller klar.
Die Entscheidung der Staatsregierung komme zur Unzeit, kritisiert die
Abgeordnete. Angesichts einer schwächelnden Wirtschaft und der
Herausforderungen durch den Klimawandel sei es „schlicht nicht
nachvollziehbar“, einem nachhaltigen Wirtschaftszweig die Unterstützung
zu entziehen. Mit dem Förderstopp setze die Staatsregierung „die Axt an
die heimische Forst- und Bauwirtschaft“.
Die Grünen im Landtag fordern deshalb eine Fortführung und
Weiterentwicklung der Holzbauförderung. Es brauche klare Klimaziele,
weniger Bürokratie und faire Bedingungen für nachhaltiges Bauen – in Stadt
und Land gleichermaßen. „Wenn wir es mit der Bauwende ernst meinen,
dann dürfen wir nicht ausgerechnet beim klimafreundlichsten Baustoff auf
die Bremse treten“, betont Mia Goller.