Igel vor Mährobotern schützen! Das ist der Landtagsabgeordneten Mia Goller ein persönliches Anliegen.

GRÜNE informieren über Gefahren – Tipps zum Schutz

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Jetzt zum Start der Gartensaison fahren auch nachts wieder immer mehr Mähroboter. „Was vielen nicht bewusst ist, der Mähroboter ist eine tödliche Gefahr für Igel“, sagt der Grüne Kreisvorsitzende Andreas Honisch: „Der Igel wurde heuer von der Deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres gewählt. Das ist eine gute Nachricht. Aber dabei darf man nicht vergessen, dass der Igel 2020 auf die Vorwarnliste der Bundesdeutschen Rote Liste gesetzt wurde.“

Deshalb ist es ein Anliegen der Grünen, sich dafür einsetzen, dass der Igel nicht noch seltener wird. „Wir wollen deshalb über die Gefahren, die von Mährobotern ausgehen informieren und zugleich diskutieren, wie wir den Igel gemeinsam schützen können“, sagt Honisch.

Die Mitglieder der GRÜNEN Landtagsfraktion haben zu diesem Thema einen Antrag gestellt. „Die Staatsregierung soll Maßnahmen aufzeigen, wie der nächtliche Betrieb von Mährobotern unterbunden werden kann“, sagt Landtagsabgeordnete Mia Goller, die den Antrag initiiert hat. „Damit greifen wir die Bitte des Bundes Naturschutz, des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern und vieler Tierrettungsstationen auf.“

Studien würden leider zeigen, dass Mähroboter die Igel regelrecht skalpieren oder sogar tödlich verletzen können. Woran das liegt? Die meisten Mähroboter müssen die Igel erst berühren, um den Körper zu erkennen. Kleinere Igel erweisen sich als erheblich gefährdeter als größere und ausgewachsene Tiere. Und im Gegensatz zu anderen elektrischen Rasenmähern dürfen Mähroboter wegen ihrer geringen Geräuschemissionen zeitlich unbegrenzt, eben auch nachts, fahren. „Igel sind nachtaktiv. Und sie laufen vor Gefahren nicht davon, sondern rollen sich zusammen und verharren in dieser Position, bis die Gefahr vorüber ist. Die Tiere können so empfindlich verletzt werden. In den Igelstationen sehen wir schreckliche Bilder. Mähroboter sind gefährlich“, sagt Landtagsabgeordnete Mia Goller.

Die Gefahr lässt sich auch mit Zahlen belegen. Goller: „Forschende des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung analysierten 370 in Deutschland dokumentierte Fälle von Schnittverletzungen an Igeln, die auf elektrische Gartenpflegegeräte zurückzuführen sind. Knapp die Hälfte, der zwischen Juni 2022 und September 2023 aufgefundenen Igel überlebte, die Verletzungen nicht. Die meisten Igel wurden erst Stunden bis Tage nach den Unfällen gefunden.“

Was man dagegen tun kann: Um Igel zu schützen, sollte der Rasenroboter, wenn überhaupt am besten um die Mittagszeit mähen. Niemals in der Dämmerung oder bei Nacht und immer unter Aufsicht. Auch bei Tag lohnt es sich, den Rasen vorher abzusuchen. Besonders behutsam sollte man in der Nähe von Laub- und Komposthaufen sein. Hilfreich ist es außerdem Ecken für Igel zu lassen und hier das Gras hochzulassen.

Der Bund Naturschutz Rottal-Inn unterstützt die Igelhilfe in Simbach am Inn, die mit der Familie Watzenberger wirklich großartiges leistet. Dort sind Spenden sehr willkommen.